Monatsspruch August

29.07.2016
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MPL16-08_kl

Die Sache mit dem Salz

Für manchen Zeitgenossen zählt der Salzstreuer zu den  wichtigsten Utensilien eines gedeckten Tisches. Oftmals wird er zum Nachwürzen angesetzt, ohne dass das Essen überhaupt probiert worden wäre.

Fest steht: ohne Salz können wir nicht leben. Fest steht aber auch, dass wir schon lange viel zu viel Salz zu uns nehmen. Damit reihe ich mich nicht bei denen ein, die unsere Lebensart gerne vermiesen. Aber selten sind die gesundheitlichen Folgen intensiver untersucht worden als beim Salzgenuss.

Fast alle Menschen nehmen täglich mehr als zwei Gramm Salz zu sich. Zwei Gramm aber ist die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Obergrenze. In Deutschland konsumieren Männer durchschnittlich 3,2 Gramm Salz pro Tag, Frauen 2,4.

Und schon für 2010 hielten Wissenschaftler fest, dass weltweit 2,3 Millionen Menschen an den Folgen über-mäßigem Salzgenusses starben. Zweidrittel von ihnen waren übrigens Männer.

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander! (Markusevangelium, Kapitel 9, Vers 50) Der Monatsspruch für diesen August spricht ganz anders vom Salz. Zur Zeit Jesu und noch lange danach konnten die Menschen nicht so einfach über Salz verfügen wie wir. Salz wurde nicht ohne Grund „das weiße Gold“ genannt. Wer mit Salz handelte erwarb nicht selten enormen Reichtum.

Und natürlich wussten die Menschen schon damals von der Wirkung des Salzes. Fades bekam Geschmack! Jesus nimmt das Beispiel zu Recht auf: Wer Salz in sich hat, dessen Lebensart ist würzig, also auffällig. Und genauso sollen Christen leben, im Positiven auffällig. Das eigene Leben und das der Menschen um sie herum sollen sie würzen, dass es Geschmack gewinnt. – Zugleich erwähnt Jesus, dass gelebter Frieden ebenso wichtig ist. Beides zu leben, ist uns Menschen möglich.

Daran zu erinnern, ist in diesen Zeiten wichtig. Zu sehr erwarten wir den großen Wurf von anderen. Auch der ungeübteste Redner kann ohne Ende über die Fehler „der da oben“ referieren und genauestens formulieren, wie man es besser machen kann. Nur keiner tut es. Schon im Alltag des Lebens bleiben wir viel von dem schuldig, was wir von anderen erwarten.

Darum Mensch: Leb würzig und friedlich mit deinen Zeitgenossen. Fang an, die Welt dort zu verbessern, wo du es kannst: bei dir, in deinem Alltag. Und lass dich von Jesus erden. Dass er uns an unsere eigenen Versäumnisse erinnert, geschieht ja nicht, um uns klein zu machen. Es geschieht, damit wir selbst endlich beginnen, mit einem würzig friedlichen Leben.

Ich wünsche euch und Ihnen einen Monat mit dem richtigen Maß Salz!
Herzlichst
Ihr/euer Uwe Brühl

 

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