Uwe Brühl

Seit Oktober 1990 als Pfarrer in Eiringhausen …ggggg

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55 Jahre, seit Oktober 1990 Pfarrer in Eiringhausen
Die Arbeit mit Kindern liegt mir besonders am Herzen. Im Jahr 2011 hat die Evangelische Kirche in Westfalen das „Jahr der Taufe“ ausgerufen, und in genau dem Jahr konnte ich während eines Gottesdienstes sechs Kinder taufen, das war für mich ein ganz großes Highlight, das war sozusagen meine „Massentaufe“. Das hat nur ein Taufgottesdienst in unserer Partnergemeinde Missenye in Tansania übertroffen. In dem längsten Gottesdienst, den ich je gehalten habe, der dauerte beinahe fünf Stunden, konnte ich zwölf Kinder auf einmal taufen.

Das Besondere dabei ist für mich immer die Begegnung mit Kindern, denn sie sind unsere Zukunft. Deshalb versuche ich auch einmal in der Woche im Kindergarten präsent zu sein. Die Kleinen wissen das schon ganz genau: Wenn Pastor Brühl kommt ist Mittwoch. Wir singen dann gemeinsam, erzählen uns Geschichten aus dem Leben, aus der Bibel. Die Kinder fassen Vertrauen, fühlen sich ernst genommen. Ich nehme mir auch immer einen Moment Zeit, um den Kindern etwas von der Liebe Gottes zu vermitteln. Das ist echt jedes Mal ein tolles Erlebnis.

Taufen sind wie gesagt immer wieder ganz besondere Momente für mich.
Es gibt da zum Beispiel eine, die mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist. Im Herbst 2011 durfte ich zwei Kinder von Müttern taufen, die vor einigen Jahren selber schon bei mir gemeinsam in einer Gruppe im Konfirmandenunterricht waren. Das ist deshalb auch so besonders, weil eine der beiden Mütter, Anita ist ihr Name, mittlerweile nicht mehr in Plettenberg lebt, sondern quasi am anderen Ende der Welt. Der Liebe wegen hatte es sie vor ein paar Jahren nach Neuseeland verschlagen. Sie war jedoch zu Besuch zu Hause in Plettenberg und es ergab sich während ihres mehrwöchigen Aufenthaltes, dass sie von dem anstehenden Tauftermin ihrer Jugendfreundin hörte. Natürlich habe ich sie auch gefragt, ob sie nicht Lust habe, ihre kleine „Neuseeländerin“, die mit zu Besuch in Plettenberg war, im Sauerland taufen zu lassen. Und zwar in der Kirche, in der die Mutter einst selber konfirmiert wurde. An dem letzten Tag des Besuchs, in dem Anita hier war, ist das dann auch tatsächlich geschehen.
Sonntagsmorgens im Gottesdienst haben wir die Gelegenheit genutzt, um unter anderem die beiden Kinder der Freundinnen zu taufen. An den Namen der kleinen Neuseeländerin kann ich mich noch gut erinnern: Pippa Lea heißt sie und lebt heute mit ihren Eltern gut 18.000 Kilometer von Eiringhausen und der Johanniskirche entfernt, auf einer Farm in Neuseeland. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass mittlerweile auch ein kleiner Bruder unterwegs ist. Den würde ich natürlich auch sehr gerne bald zur Taufe in Eiringhausen begrüßen. Das wäre toll.

 

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